Fieber Grundlagen


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Zum Fieber ist primär zu sagen, dass es keine eigene Erkrankung, sondern ein Symptom ist. Eine Temperaturerhöhung über 38,5 °C ist als Fieber definiert. Eine Temperaturerhöhung unter 38,5 °C wird dabei als subfebril bezeichnet.

Man kann weiterhin hohes Fieber bei 39,5 °C–40,5 °C und sehr hohes Fieber über 40,5 °C definieren.

Fieber klingt zwar recht lapidar, jedoch gehört es zu den häufigsten Symptomen, die in der Hausarztpraxis festgestellt werden. Fieber wird jedoch selten codiert, da es logischerweise ein Begleitsymptom einer Erkrankung ist.

Stellen wir uns vor ein Patient kommt mit Fieber in die Praxis.

Nun müssen unter anderem abwendbar gefährliche Verläufe begutachtet werden.

Hierbei sind folgende zu nennen:

- schwere systemische Infektionen bis hin zur Sepsis

- Pneumonie

- Tuberkulose ​

- ​AIDS

- ​Tropenkrankheiten

- Erysipel, Phlegmone

- Pyelonephritis

- Endokarditis

- Meningitis, Enzephalitits

- maligne Erkrankungen

- Leukämien, Lymphome ​

Die Ursachen für Fieber können also vielfältig sein.

Auch Medikamente können Fieber auslösen. Das nennt man dann „Drug-fever“.

Kommen wir wieder zurück zu unserem Patienten. Dieser kommt nicht unbedingt primär auf Grund des Fiebers in die Praxis. Am ehesten stören ihn die Beschwerden, die das Fieber verursacht, oder auch andere Symptome. Er hat vielleicht auch Sorge schwer erkrankt zu sein. Besonders auch junge Eltern sind wegen dem Fieber ihres Kindes oft in Sorge.

Nun versuchen wir in erster Linie gezielt die möglichen Ursachen zu befragen.

Welche Beschwerden haben Sie genau?

Haben Sie Schmerzen?

Haben Sie Probleme beim Wasserlassen?

Gibt es Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen?

Das sind beispielsweise fragen, die uns schon einmal eine Richtung geben.

Weiterhin ist auch die  Dauer und der Verlauf zu befragen.

Seit wann haben Sie die Beschwerden?

Sind die Beschwerden immer gleich?

In gleicher Weise ist auch auf den körperlicher Befund zu achten.

Ist das Trommelfell auffällig?

Zeigt sich ein klopfschmerzhaftes Nierenlager?

Sind Gelenkschwellung sichtbar?

Finden sich Hauterscheinungen?

In unserem Fall ist der Patient in der Praxis vorstellig gewesen. Natürlich gibt es auch schwere Verläufe. Hier müsst ihr als Hausarzt mobil werden und Hausbesuche abstatten.

Nun fragt ihr euch sicherlich schon was ist denn mit der Temperaturmessung!?

Der Goldstandard zur Messung wäre rektal, jedoch ist dieser in der Praxis schwierig durchzuführen. Häufig wird die Ohrmessung verwendet.

Auch eine Labordiagnostik ist zu erwähnen, jedoch folgen Werte wie Urinstatus und -kultur, großes Blutbild, BSG, CRP und andere natürlich nur bei Indikation und auch Konsequenz.

Habt ihr ein Sonogerät in der Praxis gehört zumindest theoretisch eine Sonographie zur Untersuchung dazu. Auch an eine Röntgen-Thorax - Untersuchung muss gedacht werden. All diese Untersuchungen sind abhängig von eurem primären Eindruck. Nicht jeder Patient mit Fieber brauch bei der ersten Vorstellung eine Röntgenuntersuchung, manch anderer mit unklaren Fieberschüben evtl. sogar ein CT.

Das heißt eine genaue Anamnese und Untersuchung zur Eingrenzung der Ursache des Fiebers steht an erster Stelle.

Ist hierbei ein abwendbar gefährlicher Verlauf ausgeschlossen, kann abwartend offengehalten werden.

Bei erkennbaren abwendbar gefährlichen Verläufen bis hin zur Lebensbedrohlichkeit ist eine umgehende stationäre Einweisung indiziert.

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