innere Kehlkopfmuskulatur


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Larynx – Grundaufbau
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Kehlkopfmuskulatur – M. cricothyroideus
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innere Kehlkopfmuskulatur
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Nun folgt mehr zur inneren Kehlkopfmuskulatur.
Die innere Muskulatur besteht aus den Stellmuskeln und Phonationsmuskeln. Zu den Stellmuskeln gehören Mm. cricoarytaenoideus posterior und lateralis, dem hinteren und seitlichem Ringknorpel-Stellknorpelmuskel, sowie M. thyroarytaenoideus (Schildknorpel-Stellknorpel-Muskel).
Diese Muskeln sitzen am Stellknorpel an und können so die Stimmbandstellung nach belieben verändern. Der M. cricoarytaenoideus posterior dreht den Stellknorpel leicht nach außen und leicht zur Seite. Dabei öffnet er die gesamte Stimmritze (Rima glottis).
Der M. cricoarytaenoidus lateralis, in der Logopädie und der allgemeinen Klinik auch Lateralis genannt, schließt und öffnet die Stimmritze teilweise.
Wir haben hier nun also das Stimmband, das wie ein Gummiband töne erzeugt. Der Ringknorpel kippt nach hinten und sorgt für eine Spannung. Der M. cricoarytaenoideus sorgt dafür das sich das Stimmband komplett öffnet. Diese Öffnung brauchen wir zum Beispiel für die Bildung der Vokale. Und auch wenn wir Hauchen. Also um schnell viel Luft zu verlieren.
Der Lateralis hingegen kann die Stimmbänder etwas öffnen und schließen. Damit können wir die Luftabgabe verringern. Zum Beispiel um eine Kerze auszupusten. Hierbei wird nur ein Teil der Rima Glottis offen sein, um einen größtmöglichen Druck aufzubauen und kontrolliert Luftabzugeben.
Um einen vollständigen Stimmritzenschluss zu bewirken werden die Muskeln M. vocalis und M. arytaenoideus transversus benötigt.
Auch diese Muskeln werden in der Stimm- und Schlucktherapie eine hohe Relevanz besitzen. Viele Stimm- und Schluckstörungen können aufgrund eines nicht ganz vollständigen Stimmritzenschlusses zurückgeführt werden.
Sehr wichtig ist, dass die komplette innere Muskulatur des Kehlkopfes durch den N. laryngeus recurrens (Vagus) innerviert ist. Wird der Recurrens durch Operationen, wie z.B. einer Schilddrüsenoperation) verletzt, kann es zu einer Recurrensparese kommen. Diese führt zu einer inkompletten Schließung der Stimmlippen. Die Folge sind Heiserkeit, eine raue, brüchige Stimme mit einer geringen Durchhaltedauer.

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