Vegetatives Nervensystem – Sympathikus & Parasympathikus Grundlagen


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Klassifikation des Nervensystems
6:37
Faserqualitäten – Grundlagen
5:02
Faserqualitäten – Beispiel
1:15
Faserqualitäten im Detail
3:18
Vegetatives Nervensystem – Sympathikus & Parasympathikus Grundlagen
3:16
Spinalganglion Teil 1 – Sensible Afferenzen
6:47
Spinalganglion Teil 2 – Somatische/Motorische Efferenzen
1:14
Das Spinalganglion Teil 3 – Vasomotorik, Sudomotorik, Pilomotorik
14:24
Gliederung der Großhirnrinde (Kortex)
4:31

Das vegetative Nervensystem setzt sich unter anderem wie bereits erwähnt aus dem Sympathikus und Parasympathikus zusammen.
Funktionell betrachtet sind sie Gegenspieler.
Das heißt sie wirken entgegengesetzt, ähnlich einer Wippe.
Das ist das Grundlegende Prinzip dieser beiden Qualitäten.
Um uns die Grundfunktionen dieser Gegenspieler leichter merken zu können, nehmen wir uns ein Beispiel.
Stell dir vor wir befinden uns im Dschungel! Es ist dunkel und direkt vor uns liegt ein Tiger, der seit Wochen nichts gegessen hat.
Nun gilt fight-or-flight. Egal wie wir uns entscheiden, unser Sympathikus ist genau jetzt aktiv.
Die Herzfrequenz steigt, die Atmung wird schneller, unsere Pupillen werden weit, denn sonst sehen wir im Dunkeln nichts.
Wenn unser Körper sich in solch einer Situation mit der Verdauung, dem Wasserlassen, oder dem Entspannen befassen würde, wäre dies denkbar unpraktisch. Dementsprechend hemmt der Sympathikus genau diese Funktionen. Bezüglich der Harnblase schauen wir uns die Details in einem anderen Video nochmal an.
Im Großen und Ganzen dient der Sympathikus hier also unseren Körper in Alarmbereitschaft zu versetzen.
Auch der Tiger hat momentan einen aktiven Sympathikus.
Nehmen wir an wir begegnen nach mehreren Tagen verschollen im Dschungel diesem Schwein.
Auch jetzt in der Sympathikus aktiv. Wir haben Hunger und müssen im Alarmmodus sein, um evolutionsbedingt jagen zu können. Einfach ausgedrückt werden wir zum Tier.
Im besten Fall fangen wir das Schwein.
Stellen wir uns nun vor es wird Tag und wir können endlich etwas Essen.
Jetzt tritt der Parasympathikus in den Vordergrund. Unser Körper kann nun entspannen. Das Herz schlägt langsamer, wir atmen durch und schwitzen weniger.
Dahingegen müssen wir nun verdauen und nach dem Essen auch evtl. Wasserlassen.
Unsere Pupillen verengen sich, da uns dies vor dem Sonnenlicht schützt.
Hier noch einmal die Zusammenfassung beider vegetativer Funktionen.
Der Sympathikus ist demnach für den Stress, der Parasympathikus für die Entspannung zuständig.
Weshalb soll man nun direkt nach dem Essen kein Sport machen, oder nicht ins Meer springen? Hast du eine Idee?

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