Das Aktionspotential


Basalganglien – Einführung und Grundlagen
8:52
Basalganglien – Der direkte Weg
3:28
Basalganglien – Der indirekte Weg
3:18
Basalganglien – Der interne Weg (Dopaminrezeptor)
3:05
Basalganglien – Rückkopplungsschleife
3:39
Basalganglien – Parkinson
3:25
Basalganglien – Chorea Huntington
3:17
Spinalganglion Teil 1 – Sensible Afferenzen
6:47
Spinalganglion Teil 2 – Somatische/Motorische Efferenzen
1:14
Vorschau Bahnung
0:57
Das Aktionspotential
2:54
Das Spinalganglion Teil 3 – Vasomotorik, Sudomotorik, Pilomotorik
14:24
Das Hinterstrangsystem Light-Variante
3:56
Das Hinterstrangsystem detailliert
5:19
Das Vorderstrangsystem im Interview mit Dr. Tobias Weigl
4:55
Das Vorderstrangsystem bzw. die Vorderstrangbahn
3:58
Die Basalganglien – 2016
16:20
Die Pyramidenbahn
2:33

Aktionspotentiale bilden die Grundlage der Erregungsbildung und -leitung. Sie entstehen beispielsweise in Nervenzellen. Hierbei sind Synapsen beteiligt. Diese kann man in chemische und elektrische Synapsen gliedern.
Das Geschehen bei einem Aktionspotential beruht auf der Änderung des Membranpotentials innerhalb der Zellen. Hierzu liegt bei den meisten Zellen ein Ruhemembranpotential vor. Bei einem Reiz depolarisiert die Zelle und das Membranpotential ändert sich in positive Richtungen. Als Folge depolarisieren Nachbarzellen und die Information wird als Nervenimpuls weitergeleitet.
Dieser Vorgang ist nur möglich dank spannungsgesteuerter Ionenkanäle in der Zellmembran. Ionenströme bewirken die Depolarisation.
Der Depolarisation folgt die Repolarisation. Hierdurch wird eine Dauererregung der Zelle verhindert und nach der Refraktärzeit ist die Zelle erneut in der Lage, ein Aktionspotential auszulösen.
Diese Potentiale können jedoch nur ausgelöst werden, wenn ein gewisses Schwellenpotential erreicht wurde. Nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip wird dann sofort eine Depolarisation eingeleitet.

Ablauf detailliert:
1. Ruhepotential:
Das Ruhepotential liegt bei ca. -70 mV. Hier ist die Zelle erregbar.

2. Initiationsphase:
Das Ruhemembranpotential wird durch einen Reiz (postsynaptischer Ionenstrom / AP) beeinflusst. Die Spannung an der Membran ändert sich in Richtung Schwellenpotential. Wird das Schwellenpotential überschritten, depolarisiert die Zelle. Die Na⁺-Kanäle öffnen sich und von außen strömen Na⁺-Ionen in das Zellinnere.
Es entsteht ein steiler Aufstrich im Diagramm.
Der Bereich über dem Nullpunkt wird als Overshoot beschrieben. Das Membranpotential ist nun positiv (ca. 30 mV).

3. Repolarisation:
Die Na⁺-Kanäle beginnen sich zu schließen und die K⁺-Kanäle öffnen sich. Kaliumionen diffundieren aus dem Zellinneren.

4. Hyperpolarisation:
Das Aktionspotential bildet sich im Rahmen der Hyperpolarisation zurück. Es wird anfänglich negativer als der Ursprungswert und ist damit nicht erregbar. Dies bezeichnet man als Refraktärzeit.

Die Dauer der Aktionspotentiale ist von der Zellart abhängig. Nervenzellen senden APs mit einer Dauer von 1 ms aus. 200 ms beträgt die Dauer bei einer Herzmuskelzelle.

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