Aufbau der Nervenzelle (Neuron)


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Aufbau der Nervenzelle (Neuron)
2:51
Klassifikation des Nervensystems
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Faserqualitäten – Beispiel
1:15
Faserqualitäten im Detail
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Vegetatives Nervensystem – Sympathikus & Parasympathikus Grundlagen
3:16
Spinalganglion Teil 1 – Sensible Afferenzen
6:47
Spinalganglion Teil 2 – Somatische/Motorische Efferenzen
1:14
Das Spinalganglion Teil 3 – Vasomotorik, Sudomotorik, Pilomotorik
14:24
Gliederung der Großhirnrinde (Kortex)
4:31

Die Nervenzelle, Neuron genannt, ist die Funktionseinheit des Nervensystems. Sie gibt neuronale Informationen von einer Nervenzelle an die nächste oder zu einem Erfolgsorgan, wie Muskelzellen, Drüsenzellen oder Organzellen weiter. Über Synapsen findet die Erregungsübertragung statt.
Die Teilungsfähigkeit verliert das Neuron im reifen Zustand, da ihm die Zentriolen fehlen. Eine Teilung oder Vermehrung ist dann nicht mehr möglich. Ein Neuron wird also so alt, wie der Körper, in dem es arbeitet.
Eingebettet sind Neurone in Neuroglia. Das ist das Stütz- und Hüllgewebe des Nervensystems.
Es hat, wie der Name sagt, stützende Funktion, umhüllt Neurone und bietet damit Schutz und ernährt Neurone.

So eine Nervenzelle hat verschiedene Bestandteile. Diese schauen wir uns jetzt genauer an.
Der Zellkörper ist das trophische Zentrum des Neurons. Zellbestandteile, die von ihm abgetrennt werden, degenerieren, verlieren also ihre Funktion. Der Zellkörper wird Perykarion oder Soma genannt.
Er beinhaltet den Zellkern, Nucleus, mit dem Kernkörperchen, dem Nucleolus. Zudem befinden sich Bestandteile, wie auch in anderen Zellen im Perykarion, wie Zytoplasma oder Mitochandrien. Eine Besonderheit ist, dass das endoplasmatische Retikulum u.a. auf den Nissl-Schollen verteilt ist.
Vom Perikaryon gehen verschiedene Fortsätze ab. Das sind die Dendriten, die die Reize von anderen Nervenzellen empfangen und das bis zu einem Meter lange Axon, auch Neurit genannt. Das Axon entspringt am Axonhügel und leitet die Erregung weiter. Ein Axon kann auf seiner Länge zahlreiche Äste abgeben.
Ummantelt wird das Axon in regelmäßigen Abstanden von Markscheiden, den Myelinscheiden. Diese wickeln sich wie Blätterteig um das Axon und bilden so eine isolierende Schicht, was für eine effektive Reizleitung wichtig ist. Die Myelinscheiden werden aus Zellen der Neuroglia gebildet.
Zwischen den Myelinscheiden befinden sich Lücken, damit ein Reiz am Axon weitergegeben werden kann. Diese werden Ranvier-Schnürringe genannt. Am Ende des Axons, im Terminationsgebiet, wird es in Telodendren aufgezweigt. An den Enden der Telodendren befinden sich die Synapsen. Mit diesen Endknöpchen endet das Neuron an weiteren Neuronen, Muskelzellen oder anderen Erfolgsorganen.

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