Geburtshilfliche anästhesiologische Verfahren – Sectio


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Als nächstes betrachten wir die Anästhesie zur Sectio. Die Häufigkeit des Kaiserschnittes nimmt zu und liegt derzeit bei ca. 30 %. Ursachen sind die Zunahme von Risikoschwangerschaften, komplizierten Geburtsverläufen, medikolegale Aspekte, die Angst vor der Geburt und die Wunschsectio. Zu den Risikoschwangerschaften gehören Mütter über 35 Jahre, Adipositas, Plazentaimplantationsstörungen, makrosome Kinder, Mehrlingsschwangerschaften und ein Z.n. Sectio. Die Auswahl des Narkoseverfahrens hängt vor allem von der Dringlichkeit des Eingriffes ab. Dabei müsst ihr die geplante Sectio und die sekundäre Sectio differenzieren, wobei die letzte eine dringliche oder Notfall-Sectio sein kann.

Eine geplante Sectio ist ein rein elektiver Eingriff und wird auch primäre Sectio genannt. Vor dem eigentlichen Geburtstermin wird ein OP-Termin festgelegt. Die Schwangere ist dementsprechend über alle Möglichkeiten und Risiken aufzuklären. Üblicherweise erfolgt der Kaiserschnitt bei fehlenden Kontraindikationen in Spinalanästhesie. Er kann aber auch in Periduralanästhesie, vor allem bei Z.n. postpunktionellem Kopfschmerz und in Vollnarkose erfolgen.

Eine sekundäre Sectio liegt vor, wenn ein Geburtsstillstand, ein vorzeitiger Blasensprung oder andere Geburtsprobleme auftreten und eine vaginale Entbindung nicht mehr möglich ist. Auch wenn Probleme mit dem Kind auftreten, die Herztöne sich verschlechtern, die Nabelschnur vorfällt oder eine Schulterdystokie besteht. Hier muss man nun die dringliche Sectio und die Notfall-Sectio unterscheiden. Die dringliche Sectio hat eine EE-Zeit von 30 min. D.h., dass von der Entscheidung zur sectio bis zur Entwicklung des Kindes maximal 30 min vergehen dürfen. Das klingt erstmal viel, ist es aber nicht. Typischerweise würde man eine SPA bevorzugen. Die Anlage einer PDA würde zu lange dauern. Liegt aber bereits ein PDK, dann kann dieser aufgebaut werden mit 10-20 ml LA plus 10 µg Sufentanil. Eine Allgemeinnarkose ist natürlich auch möglich, birgt aber eine Reihe von Gefahren.

Steht eine Notsectio an, dann ist die EE-Zeit bei 10 min. Es wird klar, dass hier keine Experimente möglich sind. Daher wird die Notsectio meist in Allgemeinanästhesie durchgeführt. 

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