Basalganglien – Einführung und Grundlagen


Basalganglien – Einführung und Grundlagen
8:52
Basalganglien – Der direkte Weg
3:28
Basalganglien – Der indirekte Weg
3:18
Basalganglien – Der interne Weg (Dopaminrezeptor)
3:05
Basalganglien – Rückkopplungsschleife
3:39
Basalganglien – Parkinson
3:25
Basalganglien – Chorea Huntington
3:17
Die Basalganglien – 2016
16:20

Die Basalganglien sind subkortikal im Telencephalon anzutreffen. Es gibt verschiedene Einteilungen der Basalganglien. Nach funktioneller Sicht bestehen die Basalganglien aus:

- Nucelus caudatus

- Nucleus lentiformis

- Substantia nigra

- Nucleus subthalamicus

- Nucleus accumbens

Die Basalganglien werden auch als Basalkerne bezeichnet. Anatomisch bestehen diese aus:

- Nucleus caudatus (geschweifter Kern)
- Putamen (Schalenkörper)
- Pallidum / Globus pallidus

Putamen und Pallidum werden auch als Nucleus lentiformis zusammengefasst. Der Globus pallidus besteht aus einem Globus pallidus internus und externus.
Der Nucleus caudatus und das Putamen sind über Brücken grauer Substanz, den Pontes grisei caudatolenticulares, verbunden. Auch sie werden zusammengefasst. Man nennt diese beiden Strukturen das Striatum.

Der Startpunkt für die Bewegungen, ausgehend von den Basalganglien, ist das Striatum.
Dieses erhält unter anderem Informationen aus dem Großhirn, der Substantia nigra und aus den Raphe-Kernen.
GABAerg ist das innere Pallidum. Es hemmt somit die weiteren Prozesse im Thalamus.

Die Basalganglien haben nicht nur die Funktion der Bewegungsplanung, sondern auch nicht-motorische Funktionen.
Bezogen auf die Bewegungen findet in diesem Bereich ein Gating statt. Hierbei gibt es zwei prüfungsrelevante Pfade, die die Basalganglien einnehmen können.
Es gibt eine exzitatorische Strecke. Sie beginnt im Striatum und wirkt direkt auf den Globus pallidus internus. Dies führt zu einer Disinhibition, also einer Hemmung der eigentlichen Hemmung. Dadurch wird der Thalamus nicht stimuliert und kann frei arbeiten.
Bei dem inhibitorischen Weg gibt es mehr Schaltformen. Man nennt diesen Weg auch indirekter Weg.
Das Striatum hemmt den Globus pallidus externus. Dieser wiederum hemmt den Nucleus subthalamicus. Auch hier erfolgt eine Disinhibition. Dieser Nucleus subthalamicus kann jetzt frei arbeiten und den Globus pallidus externus stimulieren. Der Globus pallidus externus hemmt den Thalamus.

Neben diesem Weg projizieren zusätzlich die dopaminergen Neurone der Substantia nigra (Pars compacta) Richtung Striatum. Hierdurch kann das System moduliert werden. Störungen in diesem Bereich haben Krankheiten wie Parkinson oder Chorea Huntington zur Folge.

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