Schmalspektrum- Penicilline


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ß-Lactam-Antibiotika
1:35
Schmalspektrum- Penicilline
3:25
Breitspektrum-Penicilline
1:40
Cephalosporine
2:42
Monobactame
0:27
Carbapeneme
0:58

Beginnen wir mit der Gruppe der Penicilline.
Diese sind in Schmalspektrum-Penicilline und Breitspektrum-Penicilline zu unterteilen.

Die Schmalspektrum-Penicilline wirken gegen einige wenige Bakterienarten;dafür aber spezialisiert.
Hierzu zählen Benzylpenicilline, Phenoxymethylpenicilline und Isoxazolylpenicilline.
Zu den Breitspektrum-Penicillinen zählen Aminopenicilline, Acylaminopenicilline und auch die Kombination aus einem Penicillin und einem β-Lactamase-Inhibitor.
Zu den Benzylpenicillinen zählt das klassische Penicillin G.
Es wird bei Sensibilität des Erregers auf genau dieses Medikament eingesetzt. Krankheiten wären hier Scharlach, Diphterie, aber auch Meningitis.
Da es nicht säurestabil ist, muss es i.v. oder i.m. appliziert werden.
Als Merkhilfe dient hier: G = Geh ins Blut
β-Lactamase-stabil ist es leider nicht, jedoch wirkt es sehr gut bei Pneumokokken.

Penicillin V zählt zu den Phenoxymethylpenicillinen.
Es wirkt nahezu gleich und wird oft bei amb. erworbenen leichten Infektionen eingesetzt.
Da es jedoch säurestabil ist, kann es ebenfalls oral appliziert werden.
Als Merkhilfe dient hier: V = Voll in den Magen
Auch dieses Medikament ist nicht β-Lactamase-stabil.
Bei Infektionen mit Haemophilus influenzae wird es bevorzugt eingesetzt.

Bleibt noch Flucloxacillin übrig.
Dieser Stoff wird bei Infektionen mit Penicillin G-resistenten Bakterien genutzt.
Jetzt sollte schon nahe liegen, dass Flucloxacillin anscheinend β-Lactamase-stabil ist.
Es wird hauptsächlich bei Wundinfektionen und Tonsillopharyngitis eingesetzt. Die Einsatzgebiete sind jedoch vielfältig.
Penicillinase-produzierende Staphylokokken, also Staphylokokken mit einer Lactamase als Waffe gegen Antibiotika, sind das Hauptziel von Flucloxacillin.
Man muss jedoch beachten, dass sich auch hier Resistenzen entwickelt haben. Es kam zur Bildung eines zusätzlichen Penicillin-bindenden Proteins (PBP2a).
Die dabei entstandenen MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme) sind resistent gegen jegliche β-Lactam-Antibiotika.
Flucloxacillin kann nur bei MSSA, also Methicillin-sensiblen Staphylococcus aureus-Stämmen, eingesetzt werden.
Flucloxacillin ist mit Methicillin vergleichbar, also wäre es hier noch wirksam.

 

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