Glykopeptid-Antibiotika


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Glykopeptid-Antibiotika
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<a href="http://clipdocs.de/antibiotika-klassifikation/">Antibiotika</a>, welche die <a href="http://clipdocs.de/bakterien-grundlagen-zellwand/">Zellwandsynthese</a> hemmen sind:
<a href="http://clipdocs.de/ss-lactam-antibiotika/">β-Lactam-Antibiotika</a>
Glykopeptid-Antibiotika
Fosfomycin

Heute befassen wir uns mit den Glykopeptid-Antibiotika.
Glykopeptide gehören wie auch viele andere Antibiotika zu der <a href="http://clipdocs.de/bakterizid-bakteriostatika/">bakteriolytisch</a> wirkenden Gruppe.
Ähnlich wie β-Lactame hemmen sie auch die Biosynthese des Zellwandbestandteils Murein (Peptidoglycan). Der Wirkungsmechanismus ist, aber ein anderer. Glykopeptide verhindern die Querverntzung der Peptidoglykane, indem die Transglycosylase gehemmt wird.
In der wachsenden Bakterienzellwand entstehen anschließend Perforationen. Wasser strömt in die Bakterienzelle und bringt diese zum Platzen.
Sie wirken dabei ausschließlich gegen aerobe und anaerobe <a href="http://clipdocs.de/bakterien-gram-faerbung/">gram</a>positive Bakterien und gelten als Reserveantibiotikum.
Arzneistoffe aus der Gruppe der Glykopeptide sind beispielsweise Vancomycin und Teicoplanin.
Die Wirkstoffe werden nach oraler Applikation schlecht resorbiert, sodass sie nur i.v. genutzt werden.
Hier besteht jedoch eine Ausnahme. Vancomycin kann bei pseudomembranöser Enterokollitis oral verwendet werden und wirkt somit fast ausschließlich im Verdauungstrakt.

Diese Medikamentengruppe ist stark nephrotoxisch, aber auch ototoxisch.
Bei zu schneller i.v. Apllikation kann es zum „Red-Neck-Syndrom“ kommen.
Klinisch kommt es hierbei zur Rötung von Gesicht und Hals mit Juckreiz. Gelegentlich kann es auch zu <a href="http://clipdocs.de/arterielle-hypertonie-klassifikation/">Blutdruck</a>abfall und Angioödemem kömmen.

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