Frakturen – Grundlagen


Frakturen – Grundlagen
2:49
Frakturen – Frakturzeichen + allg. Therapie
2:15
Frakturen – primäre & sekundäre Heilung
1:16
Frakturen – Komplikationen
2:15
Frakturen – Unterarmfraktur
2:34
Frakturen – Oberschenkelfrakturen
3:43
Sprunggelenksfraktur – Einteilung
4:24
Sprunggelenksfraktur – Klinik und Therapie
3:25
Sprunggelenksfraktur – Zusammenfassung
4:24

In diesem Video befassen wir uns mit Frakturen im Allgemeinen.
Eine Fraktur ist eine Unterbrechung der Knochenkontinuität. Diese kann komplett oder inkomplett erfolgen.
Man kann grundsätzlich drei verschiedene Ursachen des Knochenbruchs unterscheiden:
Zum einen ein Trauma. Dieses kann direkt oder auch indirekt sein.
Direkt bezieht sich zum Beispiel auf einen Sturz auf den ausgestreckten Arm. So entsteht klassisch die distale Unterarmfraktur, da dort direkt eine Krafteinwirkung stattfand, die der Knochen nicht kompensieren konnte.
Indirekt ist ein Bruch, wenn die Gewalteinwirkung nicht am Ort der Fraktur war, sondern an anderer Stelle erfolgt.
Deshalb überprüft man bei jedem Verdacht auf eine obere Sprunggelenksfraktur immer den proximalen Unterschenkel.
Die Gewaltübertragung kann dazu führen, dass neben dem Sprunggelenk auch der proximale Unterschenkel frakturiert ist. Dies würde man dann Maisonneuve-Fraktur nennen.
Dann kann es sein, dass durch eine andauernde, unphysiologische Belastung ein Knochen irgendwann bricht. Man nennt dies Ermüdungsbruch oder auch gerne Marschfraktur, da nach exzessivem Marschieren und Laufen, zum Beispiel beim Militär oder beim Marathon, durch viele Mikrotraumen irgendwann der Knochen komplett bricht.
Typisch wäre einer der Mittelfußknochen betroffen - Achtung, meist sieht man im akuten Schmerzgeschehen nur im MRT, nicht im klassischen Röntgenbild, den Schaden.
Die dritte Variante, um zu einer Fraktur zu kommen, ist die pathologische Fraktur.
Hier führen Krankheitsprozesse zu einer erhöhten Vulnerabilität der Knochen und zu vermehrten Brüchen. Die häufigsten Gründe sind Tumorerkrankungen und die Osteoporose, die zu einem vermehrten Substanzverlust im Knochen führen und so bereits inadäquate Traumata, wie ein kräftiger Hustenstoß, Frakturen hervorrufen können.

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