Blockarten – Differentialblock & Wedensky-Block


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Lokalanästhetika- Grundlagen
4:59
pKs-Wert
2:24
Hemmstoffkonzentration (CM)
0:50
Einflussfaktoren der Lokalanästhesie
2:42
Blockarten – Differentialblock & Wedensky-Block
1:46
Nebenwirkungen der Lokalanästhetika – LAST
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Ester
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Amide
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Adjuvantien
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Was gibt es neues bei den Lokalanästhetika?
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Emmla -Salbe
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Hyperbar vs. Isobar
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Plasmacholinesterase und Dibucain Test
2:17

Im Grundlagenvideo haben wir bereits vom Differentialblock berichtet. Man versteht darunter die selektive Blockade von Nervenfaserarten bzw. Nervenfaserqualitäten. Dabei kann eine Analgesie bereits bestehen, wobei die Sensorik und Motorik noch erhalten. Wir unterscheiden einen differential rate of block und einen differential steady state block.
Der Differentialblock kann abhängig von der anatomischen Anordnung der Fasern erfolgen, als differential rate of block z.B. bei den Faszikeln. Hier liegen die motorischen Fasern eher peripher. Daher wird dort als erstes eine ausreichende Konzentration erreicht. Hier ist zuerst die motorische Blockade vor der Sensorik und Analgesie vorhanden. Das wird auch Radialblock genannt.
Der Differentialblock kann aber auch abhängig von der Myelinisierung bzw. abhängig vom Lokalanästhetikum erfolgen, als differential steady state block. Je dicker die Myelinisierung, desto geringer ist die Konzentration am Rezeptor, desto später oder geringer setzt die Wirkung ein. Ropivacain und Bupivacain blocken die afferenten nicht-myelinisierten Fasern besser und bewirken eher eine Analgesie. Das Etidocain blockt die afferenten myelinisierten Fasern besser und bewirkt somit eher einen motorischen Block.
Der Wedensky-Block beschreibt, dass einzelne Reize wie Nadelstiche nicht mehr vom Patienten wahrgenommen werden. Der Hautschnitt wird aber als Schmerz empfunden. Man geht davon aus, dass die Konzentration Cm am Nerven ausreichend hoch ist, um Einzelreize zu blockieren. Aber jeder 2. oder 3. Impuls wird doch noch weitergeleitet. Die Therapie der Wahl ist entweder Abwarten, eine Infiltration durch den Operateur, eine supportive Analgosedierung z.B. mit Clonidin oder Ketanest oder eine Vollnarkose.

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