Zahnschema


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Jeder, der schon mal bei seinem Zahnarzt auf dem Behandlungsstuhl saß, kennt diese Situation.
Der Zahnarzt erhebt einen Befund und gibt währenddessen ominöse Codes an seine FZA weiter.
Da du jetzt aber Zahnmedizin studierst, wird es höchste Zeit, diesen Code (das Zahnschema) für dich zu entschlüsseln.

Kommunikation das vielleicht wichtigste Element im zahnärztlichen Alltag.
Zahnärzte kommunizieren seit jeher sowohl mit ihren Kollegen, als auch mit den zahnmedizinischen Fachangestellten.
Und auch der internationale fachliche Austausch wird in Zeiten der Globalisierung immer wichtiger.
Die Sprache der Medizin ist bekanntlich Latein und auch jeder Zahn hat seine eigene lateinische Bezeichnung.
So lautet der Fachterminus für einen seitlichen Schneidezahn beispielsweise Dens incisivus lateralis. Da dies aber auf Dauer und vor allem bei der Kommunikation mit dem Personal im Praxisalltag schnell sehr umständlich werden würde, musste dafür eine universelle Lösung her, eine Art einheitlicher Code, der sowohl national als auch international verstanden wird – das sogenannte Zahnschema. Das heute gebräuchlichste ist das internationale Zahnschema der Federation Dentaire International, oder kurz FDI, das im Jahre 1970 mehrheitlich beschlossen worden ist.
Als zweiziffrige Formel wird dieses auch allen Anforderungen der digitalen Informationsverarbeitung durchaus gerecht.
Aber wie funktioniert es denn nun eigentlich?
Im Grunde ist es sehr einfach. Das Gebiss wird zunächst in Ober- und Unterkiefer unterteilt. Im Anschluss wird es dann noch einmal von der Mittellinie ausgehend – also zwischen den beiden mittleren Schneidezähnen – geteilt, sodass sich schlussendlich 4 Quadranten ergeben.
Der erste Quadrant befindet sich oben rechts, der zweite oben links, der dritte unten links und der vierte unten rechts. Aber Achtung, nummeriert wird hier immer aus Sicht des Patienten.
In jedem Quadranten wird schließlich jeder Zahn von 1, dem mittleren Schneidezahn, bis 8, also dem Weißheitszahn, durchnummeriert.
Die Angabe eines Zahns erfolgt nun, indem man erst seinen Quadranten und dann seine zahnartspezifische Nummer angibt. So erhält beispielsweise der obere linke Eckzahn den Zahlencode 2/3 oder der untere rechte seitliche Schneidezahn die Nummern 4/2.
Hier funktioniert die Angabe ganz ähnlich, nur die Quadranten werden nicht mit 1–4, sondern von 5–8 gekennzeichnet.
Die zwei Zähne aus unserem Beispiel werden also von 2/3 zu 6/3 und von 4/2 zu 8/2, wenn es sich bei ihnen um Milchzähne handelt.

Neben dem FDI-Zahnschema gibt es auch noch das amerikanische Zahnschema, das hauptsächlich im nordamerikanischen Raum Verwendung findet.
Hier werden die Zähne von rechts oben über links oben, links unten bis rechts unten fortlaufend von 1–32 durchnummeriert.
Der Zahn 2/7 nach FDI wird also zum Zahn 15 im amerikanischen Zahnschema.
Hierauf muss vor allem bei amerikanischer Fachliteratur geachtet werden, um Missverständnisse zu vermeiden.
Für Milchzähne verwendet das amerikanische Zahnschema die Buchstaben von A bis K, die analog zu den Zahlen fortlaufend den einzelnen Zähnen vergeben werden.

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