Zahnaufbau – Makroskopisch


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Mikroskopischer Aufbau des Zahns – Zahnschmelz
5:21
Mikroskopischer Aufbau des Zahns – Dentin
3:00
Mikroskopischer Aufbau des Zahns – Cementum
1:19
Mikroskopischer Aufbau des Zahns – Pulpa
2:53
Zahnaufbau – Makroskopisch
5:50
Zahnschema
4:12
Zahnflächen
3:20

Dieses Video befasst sich mit dem makroskopischen Zahnaufbau.

Der obere Teil des Zahn der für uns im Alltag sichtbar ist, ist die sogenannte Zahnkrone oder auch Corona dentis. Sie ragt in die Mundhöhle und nimmt je nach Zahn viele verschiedene funktionsspezifische Formen an.
Sie hat z.B. bei den Schneidezähnen die Aufgabe mit ihrer scharfkantigen Form einen kaubaren Bissen der Nahrung abzutrennen.
Bei den Molaren hingegen formt sich die Krone zu einer großen Kau- oder Okklusalfläche, um den Aufgenommenen Bissen adäquat zu zermahlen und ihn so für den Schluckakt vorzubereiten.
Mehr zur Form der einzelnen Zähne und ihrer Funktion findet ihr in einem anderen Video.
Unterhalb der Krone befindet sich die Radix Dentis, die umgangssprachlich auch als Zahnwurzel bezeichnet wird.
Sie läuft Spitz zu und verankert den Zahn leicht beweglich im Kieferknochen.
Ein Zahn kann nicht nur eine Wurzel haben.
So besitzen die oberen Mahlzähne beispielsweise meist drei und die unteren meist zwei Wurzeln.
Dabei ist zu beachten, dass die Wurzelzahl bei einigen Zähnen physiologisch eine relativ große Varianz aufweist.
Betrachten wir den Zahn nun im Querschnitt so wird sein Aufbauprinzip nochmals verdeutlicht.
Sein Kern besteht aus dem leicht gelblichen Dentin oder Zahnbein.
Dieses ist im Bereich der Corona mit Schmelz (Substantia adamantina / Enemelum) und im
Bereich der Wurzel mit Wurzelzement (Cementum) überzogen.
Achtung im Bezug auf Zähne heißt es Das Zement und nicht Der Zement.
Der Übergang von Kronen-Schmelz zu Wurzelzement heisst Zahnhals oder Cervix.
Ein Zahn besteht jedoch keineswegs aus toter Zahnhartsubstanz.
Er ist wie jedes andere vitale Körperteil vaskularisiert und sensibel innerviert.
Hierfür besitzt der Zahn an seiner Wurzelspitze dem Apex Dentis eine kleine Öffnung, das
Foramen apicale, durch das Gefäße und Nerven in den Wurzelkanal eintreten können.
Das Pulpa Cavum teilt sich ebenfalls in eine Kronen- und eine Wurzelpulpa und wird von Dentin umschlossen.
Im Bereich der Krone besitzt die Pulpa inzisale oder okklusale Zipfel, die Pulpahörner.
Sie orientieren sich in den Schneide- und Eckzähnen ungefähr so wie die Ecken der Schneidekanten und bei den Mahl- und Vormahlzähnen wie die Höcker der Okklusalflächen.
Da sie beim Jugendlichen stärker ausgeprägt sind, als bei Erwachsenen ist insbesondere bei Präparationen besondere Vorsicht geboten, da sie sonst leicht verletzt werden könnten.
Wird die Pulpa zu stark geschädigt, sei es durch eine bakterielle Entzündung oder einen zahnärztlichen Behandlungsfehler, so kann der Zahn seine Anbindung zur restlichen Organismus verlieren, nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden und schließlich absterben.
Deshalb kommt der Pulpagesundheit in der Zahnmedizin eine besonders große Bedeutung zu.

Falls ihr mehr zum Aufbau von Schmelz, Dentin, Pulpa und Co. Wissen wollt so schaut euch das nächste Video über den mikroskopischen Aufbau des Zahns an.

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