Parathormon – Hyperparathyreoidismus (Ursachen, Symptome und Folgen der Parathormon-Überproduktion)


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Parathormon – Hyperparathyreoidismus (Ursachen, Symptome und Folgen der Parathormon-Überproduktion)
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Hyperparathyreoidismus: Ursachen, Symptome und Folgen der Parathormon-Überproduktion

Der Hyperparathyreoidismus ist eine hormonelle Störung, die durch eine übermäßige Produktion von Parathormon (PTH) verursacht wird. Dieses Hormon spielt eine entscheidende Rolle im Calciumstoffwechsel und beeinflusst Knochen, Nieren und den Calciumspiegel im Blut.

Funktion des Parathormons (PTH)

Das Parathormon (PTH) sorgt für:

  • die Freisetzung von Calcium aus den Knochen,
  • eine erhöhte Calciumaufnahme im Darm,
  • eine verringerte Calciumausscheidung über die Nieren.

Mehr dazu erfährst du im Video zum Parathormon.

Ursachen des Hyperparathyreoidismus

Man unterscheidet zwei Hauptformen:

  1. Primärer Hyperparathyreoidismus: Häufig durch ein Adenom (gutartiger Tumor) einer Nebenschilddrüse verursacht, das eine unkontrollierte Überproduktion von PTH auslöst.
  2. Sekundärer Hyperparathyreoidismus: Entwickelt sich als Reaktion auf einen chronischen Calcium- oder Vitamin-D-Mangel, oft bei Nierenerkrankungen.

Symptome und Auswirkungen

Ein zu hoher Calciumspiegel im Blut (Hyperkalzämie) kann verschiedene Beschwerden verursachen:

  • Knochenschwund (Osteoporose): Übermäßiger Calciumabbau macht die Knochen porös und bruchanfällig. Mehr dazu im Video zur Knochengesundheit.
  • Nierensteine: Durch die vermehrte Calciumrückresorption in den Nieren steigt das Risiko für Steinbildung.
  • Muskelschwäche, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme: Durch die veränderte neuromuskuläre Erregbarkeit.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose erfolgt durch Bluttests, die einen erhöhten PTH- und Calciumspiegel nachweisen. Zusätzlich können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Szintigrafie zum Einsatz kommen.

Die Behandlung hängt von der Ursache ab:

  • Beim primären Hyperparathyreoidismus kann eine operative Entfernung der betroffenen Drüse notwendig sein.
  • Beim sekundären Hyperparathyreoidismus steht die Behandlung der Grunderkrankung, z. B. der Nierenfunktion, im Vordergrund.

Fazit

Der Hyperparathyreoidismus zeigt, wie wichtig eine ausgewogene Hormonregulation für den Calciumstoffwechsel und die allgemeine Gesundheit ist. Die Auswirkungen auf Knochen, Nieren und Muskelfunktion verdeutlichen die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung.

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