Calciferol – Synthese Vitamin D


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Vorschau Calcitonin, Calcitriol, Parathormon
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Calciferol – Synthese Vitamin D
5:15
Regulation Calcitriolbiosynthese und Wirkung auf Niere
3:39
Calcitriol – Wirkung auf Darm und Knochen
2:21
Calcitriol – Klinik
2:32
Calcitonin – Wirkung auf den Darm
9:13
Calcitonin – Wirkung auf den Knochen
5:06
Parathormon Teil 1
8:22
Parathormon Teil 2
4:14
Parathormon – Klinik
5:07

In diesem Video beschäftigen wir uns mit dem Calciferol. Das Calciferol ist sowohl ein Hormon als auch ein Vitamin. Es ist wichtig für den Calciumhaushalt. Das Calciferol sorgt zusammen mit dem Parathormon für einen Anstieg der Calciumkonzentration im Serum. Das Calciferol ist ein Steroidhormon, das heißt, es wird auf der Basis von Cholesterin synthetisiert. Deswegen wird es auch fälschlicherweise als Vitamin bezeichnet. Ein Vitamin ist ja ein Stoff, der essenziell für den Körper ist und der aufgenommen werden muss, weil er nicht selbst hergestellt werden kann. Beim Vitamin D hat man zwar die Möglichkeit, das Vitamin selber zu synthetisieren, allerdings reicht das nicht aus, weshalb der Körper darauf angewiesen ist, dass man es über die Nahrung aufnimmt. Der Calciumhaushalt beim Calciferol wird beeinflusst, indem wir eine Wirkung auf die Niere, auf den Darm und auf den Knochen haben und so die Calciumkonzentration im Serum erhöhen können. Wie das genau funktioniert, dazu später mehr.

Im Folgenden soll die Biosynthese des Calciferols ein bisschen näher beleuchtet werden. Es ist ein gern gefragtes Prüfungsthema in der Biochemie. Wie bereits erwähnt ist die Basis dieses Hormons das Cholesterin. Das 7-Dehydrocholesterin besteht aus zwei Ringen. Im ersten Schritt wird der zweite davon in Abhängigkeit von UV-Licht geöffnet. Das Molekül, das dabei entsteht, ist das Provitamin D3. Der zweite Ring, der geöffnet wurde, muss jetzt strukturell ein bisschen umgeändert werden. Wir haben also eine Umlagerung, und nach dieser Umlagerung entsteht das Cholecalciferol. Wichtig bei diesem Cholecalciferol ist die Position 1 und die Position 25. An diesen Orten wird nämlich noch Hydroxylierung stattfinden. Wir haben als erstes eine Hydroxylierung an der Position 25, also am 25. C-Atom. Das ist wichtig, das müsst ihr auch wissen. An dieser Position haben wir eine OH-Gruppe. Wichtig ist, dass dieser Prozess in der Leber stattfindet. Der erste Schritt mit dem UV-Licht geschieht in der Haut und der zweite Schritt geschieht in der Leber.

Kommen wir zum nächsten Schritt. Wir haben nun ein 25-Dihydroxycholecalciferol. Die 25 steckt im Namen, weil man dort hydroxyliert hat. Im folgenden Schritt haben wir eine zweite Hydroxylierung, d. h. eine Anheftung einer OH-Gruppe. Diese haben wir am ersten C-Atom (C1). Dabei entsteht 1,25-Dihydroxycholecalciferol. Da das ein sehr sperriger Name ist, hat man dafür ein Synonym, nämlich Calcitriol. Mit Calcitriol ist die aktive Form der Cholecalciferole gemeint, d. h. das 1,25-Dihydroxycholecalciferol. Bei diesem letzten Schritt ist wichtig, dass ihr wisst, wo der ist. Der geschieht nämlich in der Niere. Das ist auch prüfungsrelevant und wird gerne gefragt.

Der komplette Syntheseweg lässt sich wie folgt zusammenfassen: Wir fangen an mit dem 7-Dehydrocholesterin. Wir haben als erstes eine Ringöffnung, wobei der zweite Ring geöffnet wird. Wichtig ist, dass für diese Ringöffnung UV-Licht benötigt wird, damit man überhaupt die Energie hat, um diesen Ring zu öffnen. Im nächsten Syntheseschritt folgt eine Umlagerung. Aus dem Provitamin D3 wird das Cholecalciferol. Jetzt kommen die relevanten Schritte, und zwar einmal der Schritt der Hydroxylierung an C25. Ihr müsst wissen, dass das in der Leber geschieht. Im nächsten Schritt, wenn es dann an C25 in der Leber hydroxyliert wurde, wird das Ganze in die Niere geschickt, und in der Niere haben wir eine Hydroxylierung von C1.

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