Schädelknochen – Viscerocranium


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Neurocranium
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Schädelknochen – Viscerocranium
4:05
Die Orbita und ihre Grenzen im Schädel
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Das Viscerocranium ist unser Gesichtsschädel mit all den Knochen die unserem Aussehen seine Form verleihen.

Der Gesichtsschädel beinhaltet je nach Lehrmeinung 15 Knochen, die durch die Suturen ( den „Schädelnähten“) miteinander verbunden sind.
Die Grenze zwischen dem Gesichts- und dem Hirnschädel verläuft vom Oberrand der Orbita bis zum äußeren Gehörgang ( dem Meatus acusticus externus).

Die Strukturen, die im Zusammenhang erwähnt werden müssen sind:
- Der Oberkiefer (die Maxilla)
- Der Unterkiefer ( die Mandibula)
- Die Nase mit dem Os nasale und dem Os lacrimale sowie dem Vomer und der Concha nasalis inferior
- Das Os zygomaticum
- Das Os palatinum
- Sowie die Seibbeinzellen, das Os ethmoidale.

Der Oberkiefer ist fest mit dem Neurocranium verbunden. Die Maxilla ist ein paariger Knochen.
Der Unterkiefer ist dagegen ein „ Einzelstück“ und der einziger Knochen im Viscerocranium, der beweglich ist. Er ist gelenkig mit dem Os temporale verbunden, dem Knochen des Neurocraniums, den wir bereits im vorherigen Video kennengelernt haben.
Die Unterkiefer- Luxationen oder Collum ( = Unterkieferhals)- Frakturen sind in Zahnmedizin oder Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie ziemlich häufige Diagnosen, die häufig behandelt werden müssen.
Sonst passt die sogenannte „ Okklusion“ ( die Verzahnung) nicht mehr und solche selbstverständliche physiologische Bedürfnisse wie Abbeißen und Kauen sind dann nicht ohne weiteres möglich.
Die Nase, wie ihr vielleicht schon wisst, besteht zum großen Teil aus Knorpel. Allerdings hat es eine Schwachstelle, die beim Boxen häufig gebrochen wird und das ist das Nasenbein ( Das Os nasale).
Das Os nasale ist ein paariger Knochen und bildet den oberen Teil der Nase.
Den nächsten Knochen kann man sich im Zusammenhang mit der Nase und dem Boxen sehr gut merken, da meistens bei einem Bruch die Tränen fließen und da wären wir bei dem Os lacrimale. Der Knochen, der klein aber fein ist und zwischen dem Oberkiefer und dem Os ethmoidale „versteckt“ liegt.
Er ist paarig und man kann ihn sich merken, da ein Mensch zwei Augen hat, also 2x das Os lacrimale.
Den Vomer - das „Pflugscharbein“ sieht man bei einer Frontalansicht am besten. Dieser Knochen bildet die Trennwand innerhalb des Nasengangs und ist unpaar.
Die Concha nasalis inferior ist die größte der menschlichen Nasenmuscheln und ist ein eigenständiger Knochen, der paarig angelegt ist und an der lateralen Begrenzung der Nasenhöhle beteiligt ist.
Das Os Zygomaticum - „ das Jochbein“ ist ein paariger Knochen, der eine Verbindung zwischen der Maxilla und dem Os temporale bildet.
Zuallerletzt haben wir das Gaumenbein, das Os palatinum, das den harten Gaumen ( Palatum durum) bildet und paarig ist. Hat eine sehr hohe embryologische Relevanz da er bei dem offenen Kiefergaumenspalt betroffen ist.
Auch das Os sphenoidale bzw. der Proc. Pterygoideus und die orbitaformenden Teile des Os frontale, sowie das Os hyoideum werden je nach Lehrbuch zum Gesichtsschädel gezählt. Achtet hier auf eure Vorgaben innerhalb der Uni.

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