Parathormon Teil 1 – Regulation des Calciumhaushalts


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Parathormon Teil 1: Hormonelle Regulation des Calciumspiegels

Das Parathormon (PTH) wirkt als Gegenspieler zum Calcitonin, das den Calciumspiegel im Blut senkt. Es wird in den Nebenschilddrüsen produziert und spielt eine zentrale Rolle im Calciumstoffwechsel.

Funktion des Parathormons (PTH)

Wenn der Calciumspiegel im Blut sinkt – etwa bei einer Hypokalzämie –, setzt der Körper das Parathormon frei. Dies führt zu mehreren Mechanismen zur Calciumregulation:

  1. Freisetzung von Calcium aus den Knochen
    • Osteoklasten bauen Knochengewebe ab und setzen gespeichertes Calcium ins Blut frei.
    • Dies ist wichtig für die Calciumversorgung, kann aber langfristig die Knochendichte verringern. Mehr dazu erfährst du im Video zur Knochendichte.
  2. Erhöhte Rückresorption von Calcium in den Nieren
    • Das Parathormon sorgt in den Nierentubuli dafür, dass weniger Calcium über den Urin ausgeschiedenwird.
    • Gleichzeitig wird Phosphat verstärkt ausgeschieden, um die Calciumbalance im Körper zu halten.
    • Eine detaillierte Erklärung dazu findest du im Beitrag zur Nierenfunktion.
  3. Aktivierung von Vitamin D zur besseren Calciumaufnahme im Darm
    • PTH stimuliert die Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form, wodurch mehr Calcium aus der Nahrung aufgenommen wird.
    • Mehr dazu im Video zur Vitamin-D-Synthese.

Bedeutung des Parathormons für den Körper

Das Parathormon reguliert den Calciumhaushalt und ist essenziell für viele Körperfunktionen:

  • Muskelfunktion: Calcium ist entscheidend für die Muskelkontraktion – mehr dazu im Beitrag zurMuskelphysiologie.
  • Nervenleitung: Eine stabile Calciumkonzentration ist wichtig für die Erregungsweiterleitung in den Nerven.
  • Blutgerinnung: Calcium spielt eine zentrale Rolle in der Hämostase, wie im Video zur Blutgerinnung erläutert.
  • Blutzusammensetzung: Der Calciumgehalt im Blut beeinflusst zahlreiche metabolische Prozesse.

Fazit

Das Parathormon steuert den Calciumspiegel im Blut, indem es Knochenabbau, Nierenrückresorption und Vitamin-D-Aktivierung reguliert. Eine gestörte PTH-Produktion kann zu Störungen des Calciumstoffwechsels und Erkrankungen wie Osteoporose oder Hyperparathyreoidismus führen.

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