Hyponatriämie


Natrium Grundlagen
4:38
Kalium Grundlagen
2:22
Serumparameter Natrium und Kalium
5:32
Hypernatriämie
6:13
Hyponatriämie
8:01
Hyperkaliämie
4:51
Hypokaliämie
5:02

Hyponatriämie:
Eine Hyponatriämie liegt bei einer zu geringen Natriumkonzentration vor. Dieser Zustand wird oft als hypoosmolare Störung bezeichnet. Bei einem Überschuss an Wasser wäre dies der Fall. Man spricht hier von einem echten Natriummangel. Ursache hierfür kann ein Fehler in der Osmoregulation des Hypothalamus sein. Als Verdünnungshyponatriämie wird eine Hyponatriämie mit erhöhtem Flüssigkeitsgehalt bezeichnet, die durch Polydipsie verursacht werden kann. Eine Hyponatriämie kann jedoch auch hyperton sein. Dies ist der Fall, wenn andere Elektrolyte, welche osmotisch wirksam sind, im Überschuss vorhanden sind.
Eine hypotone Hypohydratation bei starker Diarrhoe oder Diuretikagabe beispielsweise geht mit einem Volumenmangel einher.

Die Hyponatriämie lässt sich auf verschiedene Art und Weise einteilen.

Einteilung nach den Volumina:
-Natriumverlust mit Volumenmangel / hypovolämische Hyponatriämie:
----> Exsikkose
----> Diuretika
----> Diarrhoe

-Hyponatriämie mit gesteigertem extrazellulären Volumen / hypervolämische Hyponatriämie:
----> Herzinsuffizienz
----> Niereninsuffizienz

Hyponatriämie bei Euvolämie

Einteilung nach pathophysiologischen Kriterien:
- Hyponatriämie und Wassermangel
----> extrarenaler Verlust
----> renaler Verlust
----> Mangel an Aldosteron

- Hyponatriämie mit gesteigertem extrazellulären Volumen
----> Herzinsuffizienz
----> dekompensierte Niereninsuffizienz

- Hyponatriämie ohne gesteigertem extrazellulären Volumen
----> SIADH
Beim Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) bzw. Schwartz-Bartter-Syndrom wird durch erhöhte ADH-Konzentrationen vermindert Wasser über die Niere ausgeschieden. Die Urinosmolalität ist erhöht und die Natriumkonzentration im Serum erniedrigt.

- Hyponatriämie ohne Hypoosmolalität
- Mannitol/Glukose
- Pseudohyponatriämie (Hyperlipidämie)

Die Symptome sind auch hier vielfältig. Eine Hyponatriämie wird vor allem durch die Schwellung der Zellen gefährlich.

Hypernatriämie:
Eine Hypernatriämie hat eine erhöhte Osmolarität zur Folge. Diese tritt bei einem Mangel an Flüssigkeit auf. Ein Beispiel ist die hypertone Hypohydratation oder auch Exsikkose. Diese ist oft Folge eines fehlerhaften Durstgefühls oder erhöhter Wasserausscheidung.
Beim Conn-Syndrom kann es jedoch auch zu einem erhöhten Natriumgehalt im Serum kommen. Hierbei spielt das Hormon Aldosteron eine Rolle.
Bei einem ADH-Mangel (Diabetes insipidus) wird kaum noch Wasser in der Niere zurückresorbiert. Hierdurch wird hypotoner Urin ausgeschieden. Das Plasmanatrium steigt an und die Plasmaosmolalität steigt ebenfalls.

Hier eine Einteilung der Hypernatriämie:
- Verlust von Wasser:
----> Schweiß, Fieber, Verbrennung

- renaler Wasserverlust
----> Diabetes insipidus (zentral/renal)
----> Glukose (osmotische Diurese)

- Gastrointestinaler Wasserverlust
----> Diarrhö (Laktulose)

- Störungen des Durstgefühls
----> Essenzielle Hypernatriämie

Einteilung nach Volumina:
Hypovolämische Hypernatriämie
----> Diarrhö
----> Osmotische Diurese

Hypervolämische Hypernatriämie
-----> Natriumhydrogencarbonat

Symptome der Hypernatriämie sind vielfältig. Von Konzentrationsschwächen bis hin zu Ödemen und Krampfanfällen mit einhergehender Bewusstlosigkeit kann alles präsent sein. Akut lebensgefährlich wird eine Hypernatriämie bei Werten um 180 mmol/l.

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