Calcitonin – Wirkung auf den Knochen
Das Calcitonin spielt eine große Rolle in der Calciumhomöostase, indem es den Calciumspiegel im Blut senkt. Es ist der Gegenspieler des Parathormons (PTH), das Calcium aus den Knochen mobilisiert.
Synthese und Freisetzung von Calcitonin
Calcitonin wird in den C-Zellen der Schilddrüse produziert, die sich um die Follikel der Schilddrüse befinden. Das Parathormon (PTH) wird dagegen in den Nebenschilddrüsen gebildet. Wenn der Calciumspiegel im Blut zu hoch ist (Hyperkalzämie), wird Calcitonin freigesetzt, um diesen zu senken.
Calcitonin-Wirkung auf den Knochen
Der Knochenstoffwechsel ist ein dynamischer Prozess, der durch zwei Zelltypen gesteuert wird:
- Osteoblasten: Zuständig für den Knochenaufbau, indem sie Calcium und Phosphat in den Knochen einlagern.
- Osteoklasten: Verantwortlich für den Knochenabbau, wodurch Calcium ins Blut freigesetzt wird.
Calcitonin hemmt die Osteoklastenaktivität, wodurch weniger Calcium aus den Knochen freigesetzt wird, mehr Calcium in die Knochen eingelagert wird und die Calciumkonzentration im Blut sinkt.
Mehr zum Aufbau und Umbau des Knochens erfährst du im Video zur Knochendichte und Hormone.
Calcitonin-Wirkung auf Nieren und Darm
Neben dem Knochenstoffwechsel beeinflusst Calcitonin auch andere Organe:
- Nieren: Hemmt die Calcium-Rückresorption, sodass mehr Calcium mit dem Urin ausgeschieden wird.
- Darm: Verringert die Calciumaufnahme aus der Nahrung.
Regulation durch negatives Feedback
Ist der Calciumspiegel hoch, wird Calcitonin freigesetzt, um ihn zu senken. Ist der Calciumspiegel niedrig, wird die Calcitonin-Freisetzung gehemmt, um ein weiteres Absinken zu verhindern.
Zusammenfassung: Calcitonin und seine Funktion
Calcitonin hemmt die Osteoklasten, reduziert somit den Knochenabbau, fördert die Calcium-Einlagerung in den Knochen, senkt den Calciumspiegel im Blut durch vermehrte Ausscheidung über die Niere und arbeitet mit Parathormon (PTH) und Calcitriol zusammen, um den Calciumstoffwechsel zu regulieren.