Antidiuretisches Hormon Teil 2


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Vorschau Hormone des Wasserhaushalts und der Blutdruckregulation
0:33
RAAS – Grundlagen der Blutdruckregulation
5:59
Regulation der Reninfreisetzung
3:15
Aldosteron – Wirkung und Funktion
6:07
Antidiuretisches Hormon – Funktionen und Wirkung Teil 1
6:51
Antidiuretisches Hormon Teil 2
5:35
Atriales natriuretisches Peptid
7:58

Das antidiuretische Hormon (ADH) beeinflusst den Blutdruck und wirkt auf die Niere. Es beeinflusst die Harnosmolalität.

ADH
Das antidiuretische Hormon wird auch als Vasopressin bezeichnet. Es wirkt direkt an Gefäßen, jedoch auch innerhalb der Niere. In der Niere werden durch ADH vermehrt Aquaporine in die Tubulusmembran eingebaut. ADH beeinflusst durch vermehrte Wasserretention Blutdruck, Osmolalität und Elektrolythaushalt.

Ein wichtiges System zur Blutdruckregulation ist das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS). Das RAAS und die Kaskaden, denen es unterliegt, werden in dieser Videoreihe näher erklärt. Hierfür sind anatomische Grundkenntnisse zu Aufbau und Funktion der Niere hilfreich.

Folgende Hormone werden im Video besprochen:

Renin
Das vermeintliche Hormon Renin wird in die Kategorie der Enzyme eingeordnet. Es ermöglicht die Strukturänderungvon Angiotensinogen zu Angiotensin I.
Das Renin ist eine spezifische Endopeptidase und wird im juxtaglomerulären Apparat der Niere produziert. Hier befinden sich Messfühler, welche die Chlorid-Konzentration im distalen Tubulus messen können. Außerdem kann Renin auch in anderen Organen synthetisiert werden, zum Beispiel in der Hypophyse.
Klinisch werden Renininhibitoren genutzt, um die Umwandlung von Angiotensinogen in Angiotensin I zu hemmen.

Angiotensin
Angiotensin I ist ein Prohormon, das enzymatisch mit Hilfe von Renin aus Angiotensinogen gebildet wird und kaum eigene Funktionen besitzt. Es wird allerdings durch das Angiotensin Converting Enzyme (ACE) in die aktivere FormAngiotensin II umgewandelt.
Angiotensin II wirkt vasokonstruktiv.
Klinisch werden ACE-Hemmer eingesetzt, um das ACE in seiner Aktivität zu blockieren. Hierdurch wird die Bildung von Angiotensin II gehemmt.

Aldosteron:
Aldosteron ist ein Hormon, das auch zum RAAS gehört. Es wird im letzten Schritt der Kaskade produziert und beeinflusst stark die Prozesse innerhalb des Tubulussystems der Niere.
Aldosteron ist ein Steroidhormon, das aus Cholesterin produziert wird. Hierfür ist die Nebennierenrinde zuständig. Innerhalb der Zona glomerulosa wird die Aldosteronausschüttung durch Angiotensin II über den AT1-Rezeptor vermittelt.
Aldosteron entfaltet seine Wirkung in der Niere. Natrium wird im System zurückgehalten und der Blutdruck steigt. Auch hier entsteht ein Regelkreis: Steigt die Natrium-Konzentration im Blut, wird die Biosynthese inhibiert.
Klinisch kann man diese Stelle der Kaskade mittels Aldosteronantagonisten beeinflussen. Diese werden auch als kaliumsparende Diuretika klassifiziert.

ANP
Das ANP ist das Pendant zum BNP. Beide Substanzen aktivieren Guanylatzyklasen in Zellen und führen somit zu einer Vasodilatation. ANP wird im Herzvorhof gebildet und regelt die Blutdruckregulation. Es stellt einen Gegenspieler zum Aldosteron dar.

Hier geht es zum nächsten Video.

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