Mikroskopischer Aufbau des Zahns – Dentin


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Mikroskopischer Aufbau des Zahns – Zahnschmelz
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Mikroskopischer Aufbau des Zahns – Dentin
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Mikroskopischer Aufbau des Zahns – Cementum
1:19
Mikroskopischer Aufbau des Zahns – Pulpa
2:53

Das Zahnbein oder auch Dentin,
anders als der Schmelz besteht es nur zu rund 70% aus anorganischem Material.
Sein HB liegt ebenfalls weit unter dem des Schmelzes bei ca. 60-70.
Während der Schmelz, wie eben erwähnt, frei von zellulärem Material ist, wird das Dentin von den Fortsätzen der Odontoblasten, den Tomesschen Fasern durchzogen.
Jede dieser Fasern verläuft in einem Dentinkanälchen.
In geschwungenen Verläufen ziehen sie von der Pulpla Dentingrenze bis zur Dentin-Schmelzgrenze und nehmen dabei im Durchmesser von 2um auf 1um ab.
Pulpanah befinden sich ebenfalls marklose sensible Nervenfasern.
Pulpahfern an den Enden der Kanäle verzweigen sie sich stark und ziehen manchmal sogar bis in den Schmelz hinein.
Jedoch ist die Zahl der Kanälchen pro Fläche in der Nähe der Pulpa wesentlich höher als pulpafern.
Während des natürlichen Alterungsprozesses des Menschen wird an den Wänden eben jener Kanäle sogenanntes peritubuläres Dentin abgelagert, durch das die Kanäle mit zunehmendem Alter immer enger und im Extremfall sogar sklerotisch werden können.
Als Manteldentin wird die äußerste Dentinschicht bezeichnet deren Bildung in der Anfangsphase der Dentinogenese stattfindet.
Das restliche Dentin bezeichnet man als zirkumpulpäres Dentin es ist stärker mineralisiert, als das Manteldentin.
Die eben angesprochene Verzweigung der Odontoblastenfortsätze geschieht aber vor allem im Manteldentin.
Da im Zahnbein zelluläre Fasern, sowie Nervenendigungen verlaufen, die zu Entzündung und Schmerz führen können, ist die Beschädigung dieser Zahnhartsubstanz z.B. beim Beschleifen des Zahnes wie eine ganz Wunde anzusehen.
Und sollte deshalb umgehend durch ein Provisorium versorgt werden.
Auch muss während einer Präparation auf ausreichend Kühlung sowie auf die Verwendung von Chemikalien bei der Behandlung geachtet werden, da sonst die Pulpa über die Dentinkanälchen geschädigt werden kann.
Dies kann die Vitalität eines Zahnes stark gefährden.
Ebenso wie der Schmelz besitzt auch das Zahnbein parallel zur Oberfläche gerichtete Wachstumsmarker, die Owenschen Linien.
Hier hevorzuheben ist vor allem die Neonatallinie. Sie entsteht in Dentin und Enamelum, das zum Zeitpunkt der Geburt mineralisiert wird und ist also nur bei den Milchzähnen und den ersten bleibenden Molaren zu finden.
Das Dentin besitzt hin und wieder Zonen, die nur unregelmäßig verkalkt sind.
Das sogenannte Interglobulardentin oder im Wurzelbereich die Tomessche Körnerschicht.
Pulpanah findet man einen unverkalkten Dentinsaum, das sogenannte Prädentin.
Des Weiteren findet man im Dentin auch noch die Ebnerschen Fibrillen, kollagene Fasern die es durchziehen.
Im Gegensatz zum Enamelum kann Dentin zeitlebens durch die Odontoblasten neu gebildet werden.
Sie kleiden die Pulpa wie ein dünner Saum von innen aus.
Dentin, das nach Abschluss des Wurzelwachstums gebildet wird, heisst Sekundärdentin.
Tertiärdentin oder Reizdentin ist Dentin, das extra gebildet wird, um auf äußere Reize wie Abnutzung, Verletzung oder Karies zu reagieren.
Ebenso wie die Dentinkanälchen durch peritubuläres Dentin nach und nach enger werden wird auch die Pulpa durch Apposition von Sekundärdentin stetig verkleinert.

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