Sinus cavernosus – Vorschauvideo


Zurück
Sinus cavernosus – Vorschauvideo
1:00
Sinus cavernosus – die Lagebeziehungen
5:50
Sinus cavernosus – Inhalt (nervale Strukturen und Gefäße)
3:25
Sinus cavernosus – Stromgebiet
5:38
Sinus-cavernosus-Syndrom Teil 1 – Die direkte Carotis-Sinus-cavernosus-Fistel
8:26
Sinus-cavernosus-Syndrom Teil 2 – Die Sinus-cavernosus-Thrombose
6:38

In dieser Videoreihe befassen wir uns mit dem Sinus cavernosus.
Der Sinus cavernosus ist ein erweiterter Venenraum innerhalb der Dura mater. Dieser befindet sich in der vorderen Schädelbasis und leitet das Blut in Richtung Vena cava inf. Die Dura mater besteht aus einem parietalen und einem meningealen Blatt. Das meningeale Blatt löst sich vom parietalen und bildet so einen mit Endothel ausgefüllten Raum.
Innerhalb dieses Raumes finden sich folgende Strukturen (siehe Inhalt):
A. carotis interna,
Nervus absucens,
Nervus oculomotorius,
Nervus trochlearis,
Nervus ophthalmicus,
Nervus maxillaris.
An der A. carotis interna findet man den Plexus Sympathikus und einen Venenplexus.

Das Zustromgebiet des Sinus cavernosus kommt aus:
- dem Sinus sphenoparietalis
- der Vena ophthalmica superior + inferior
- Venen oberhalb des Sinus cavernosus
Der Abfluss des Sinus erfolgt über den Sinus petrosus inferior zum Bulbus sup. Vena jugularis interna.

Das Sinus-cavernosus-Syndrom beschreibt einen Symptomkomplex, welcher sich über eine gestörte Augenbewegung, einen Exophthalmus, sehr starke Kopfschmerzen sowie Sensibilitätsverlusten im Gesicht (siehe Trigeminusäste) äußert.
Für dieses Syndrom existieren verschiedene Ursachen.
Die Symptomatik kann durch ein Trauma, wie zum Beispiel einem Schädelbasisbruch, ausgelöst werden oder durch ein Aneurysma der A. carotis interna. Bei einer Ruptur dieses Aneurysmas entsteht die Sinus-cavernosus-Fistel. Diese wird hier als direkt bezeichnet. Eine indirekte Fistel entsteht ohne plötzliche Ruptur, sondern durch Bildung von Gefäßanastomosen bei Sinusitiden oder einer Sinus-cavernosus-Thrombose.
Es ist also auch möglich, dass das Geschehen durch eine Thrombose im Sinus cavernosus ausgelöst wird. Hierbei spielen Erreger wie das Bakterium Staphylococcus aureus eine große Rolle. Furunkel im Gesichtsbereich und deren Erreger haben durch venöse Kollaterale die Möglichkeit in den Sinus cavernosus zu gelangen. Da dieser Bereich ein großes Zustromgebiet aufweist, können Erreger von hier in Richtung Gehirn gelangen. Ein Zeichen hierfür ist die Bewusstseinsstörung.
Die Differentialdiagnostik zwischen einem rupturierten Aneurysma und einer Sinus-cavernosus-Thrombose ergibt sich zumindest theoretisch aus der Tatsache, dass beispielsweise beim rupturierten Aneurysma ein pulsierender Exophthalmus entsteht. Auch ein mögliches Strömungsgeräusch bzw. Ohrensausen fehlt bei der Sinus-cavernosus-Thrombose. Ödeme und Schwellungen im Orbitabereich sieht man bei beiden Ätiologien. Dies beruht auf der Flussumkehr im venösen System.
Therapeutisch interveniert die Radiologie mittels Coiling bzw. Embolisation in diesem Areal. Anders bei der Thrombose. Hier kommen Antibiotika und auch Antikoagulantien zum Einsatz.

Hier geht es zum ersten Video der Reihe.

Skripte, Audio (Stream & Download)
Bitte melde dich an, um diesen Inhalt zu sehen.,
Login | Jetzt registrieren