Sensitivität


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Sensitivität
4:11
Spezifität
1:23
Zusammenhang zwischen Spezifität und Sensitivität
2:28
Positiv Prädiktiver Wert
1:22
Negativ Prädiktiver Wert
0:54
Abhängigkeit von der Prävalenz
2:16

In diesem Video befassen wir uns mit der Sensitivität.
Diese zählt zu den Gütekriterien.
Letztendlich ist das Ziel dieser Größen, die Güte des Tests in Bezug auf richtige und falsche Ergebnisse sowie in Bezug auf Vorhersagewerte zu beschreiben. Wichtig zu wissen ist, dass die Gütekriterien jeweils immer nur für einen bestimmten Cut-Off in Bezug auf das jeweilig untersuchte Krankheitsbild gelten.
Viele Parameter können zur Erkennung mehrerer Erkrankungen genutzt werden, dabei zeigt der jeweilige Parameter unterschiedliche Gütekriterien je nach untersuchter Erkrankung. Zur Veranschaulichung wollen wir dies an einem Beispiel, dem Troponin T, einmal genauer betrachten.
Um die eben genannten Kennzahlen zu beschreiben, nutzt man häufig eine 4-Felder-Tafel. Diese Methode wird auch in anderen statistischen Betrachtungen genutzt und ist an sich recht einfach. In unserem Beispiel nutzen wir fiktive Zahlen. Unser beispielhaftes Troponin T-Assay besitzt einen Cut-Off von 0.014 ng/ml.
Wir haben nun eine Tabelle mit 2 Spalten und 2 Zeilen.
In den Spalten steht jeweils das Testergebnis, also der Test sagt der Patient sei krank oder er sei gesund. In den Zeilen steht der tatsächliche Status des Patienten, also ob er tatsächlich krank ist oder tatsächlich gesund ist.
Zur Berechnung der Sensitivität müssen wir die Anzahl der von unserem Test richtig positiv erkannten Probanden.
So erhalten wir im Video eine Sensitivität von 0.96 oder 96%. Das heißt anders ausgedrückt, dass unser Test von 100 tatsächlich positiven, 96 auch als positiv erkennt. 4 Patienten gehen uns durch die Lappen. Wenn wir diese Sensitivität für die Erkennung eines ST-Strecken-Hebungsinfarktes, eines STEMIs, anwenden, heißt dass, das wir von 100 Myokardinfarkten durch die Messung des Troponin T bei einem Cut-Off von 0.014 ng/ml, 96 Patienten erkennen würden. Hätten wir nur die Laborbestimmung (und kein EKG, keine klinischen Symptome des Patienten, etc.) so würde bei 4 Patienten der Cut-Off trotz vorliegendem Myokardinfarkt nicht überschritten. Die Sensitivität ist also die richtig-positiv Rate.

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